Audio-Psycho-Phonologie

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Die Sinnesorgane versorgen unser Gehirn mit Informationen und steuern damit auch unser Verhalten. Wenn die Qualität der Information nicht ausreichend ist, kann sich unser Verhalten nicht optimal entfalten. Aber unser Reifezustand, Wissen, Gefühle, Gedanken und Erwartungen bestimmen im Gegenzug wie Sinnesorgane Informationen aus der Umwelt aufnehmen und verarbeiten.

Das auditive Wahrnehmungssystem übernimmt die Informationsverarbeitung von den Ohren zum Gehirn. Die Steuerung dieser Informationsverarbeitung ist selbst aber auch abhängig von der Dynamik des Gehirns. Dieser vorhandene Regelkreis bedingt sich gegenseitig.

Diese Erkenntnisse aus der Wahrnehmungspsychologie hat der französische HNO-Arzt Prof. Tomatis genutzt, um die auditiven Fähigkeiten eines Menschen beurteilen zu können. Und er entwickelte zudem ein Horchtraining um eben diese auditiven Fähigkeiten zu verbessern.

Das auditive Wahrnehmungssystem ist bereits in der 26. Schwangerschaftswoche das erste Sinnessystem, was nahezu vollständig funktionsfähig ist und beeinflusst von diesem Moment an wichtige Teile der physiologischen und psychischen Entwicklung des Individuums.

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Die vorgeburtliche Wahrnehmung übernimmt eine wichtige Rolle bei der Bildung von neurologischen Verbindungen innerhalb sowie zwischen Teilen des Gehirns. Diese Phase ist für unsere spätere motorische, emotionale, soziale und intellektuelle Entwicklung von großer Bedeutung. Denn in der Zeit der vorgeburtlichen Wahrnehmung bilden sich die Fundamente der späteren sensomotorischen Fähigkeiten und die Grundlagen der Kommunikation mit der Außenwelt.

Auch nach der Geburt bildet dieses System eines der wichtigsten Informationsquellen für unsere weitere Entwicklung.

Tiefe Frequenzen haben eine Verbindung zu sämtlichen körperlichen Funktionen wie Gleichgewicht, Koordination und Muskelspannung, aber sie sind in Zusammenhang mit Körperwahrnehmung und dem autonomen Nervensystem auch wichtig für die Bildung eines emotionalen Fundaments.

Die mittleren Frequenzen sind unmittelbar verbunden mit der Aufnahme und Wiedergabe von Sprachklängen und der damit zusammenhängenden verbalen Kommunikation.

Die hohen Frequenzen geben uns Energie und Lebensfreude und sorgen für Motivation und Aufmerksamkeit.

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Pädagogik des Zuhörens - Klangbehandlung nach Prof. Tomatis

Mit dem von Prof. Tomatis entwickelten Beurteilungsverfahren bekommt man einen direkten Einblick in die Qualität des auditiven Systems als peripheres Wahrnehmungsorgan, aber auch in den aktuellen Entwicklungszustand der obengenannten Bereiche.

Die Methode des Horchtrainings ermöglicht allerdings eine Modifikation von Defiziten im dargestellten Profil der Horchwahrnehmung. Dies geschieht durch eine individuell gezielte auditive Stimulierung, was sich auch auf die Verhaltensebene positiv auswirkt.

Anerkannte Ergebnisse sind mit der Methode bei Kindern, Erwachsenen und insbesondere Schwangeren zu erreichen.

Bei Kindern wird die Trainingsmethode insbesondere genutzt bei:

  • emotionalen Problemen wie Ängste, auffälliger Stimmungswechsel, mangelndes Selbstvertrauen
  • genereller Unruhe• motorischen Problemen
  • Kommunikationsdefiziten
  • Schlafstörungen
  • Konzentrations- sowie Aufmerksamkeitsstörungen und damit zusammenhängenden schulischen Problemen
  • generellen psychosomatischen Symptomen

Bei Erwachsenen sehen wir nach dem Horchtraining häufig:

  • Verbesserungen bei Burnout und Stress
  • Verbesserungen bei Schlafproblemen sowie kommunikativen Schwierigkeiten
  • Depressive Tendenzen können reduziert werden
  • Motivation und Lebensfreude kehren zurück

Zu einer besonderen Zielgruppe gehören Schwangere, die die Bindung zu ihrem Kind positiv beeinflussen möchten.

  • Stressreduzierung und Beruhigung fördern das generelle Wohlbefinden während der Schwangerschaft
  • nachweislich positiven Effekt auf den Geburtsverlauf
  • positiver Effekt der weiteren Entwicklung des Kindes